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Sukkulenten und Kakteen: der definitive Ratgeber, damit sie nicht eingehen

Ja, auch sie können eingehen. Aber mit diesen Grundregeln werden deine Sukkulenten jahrelang gesund wachsen. Das Geheimnis liegt in Bewässerung und Licht.

Root & Bloom4/25/2025·3 min lectura

Sukkulenten haben den Ruf, unzerstörbar zu sein. Und das stimmt größtenteils — aber nicht ganz. Der häufigste Fehler ist, sie wie andere Pflanzen zu gießen. Das musst du wissen, damit deine Sukkulenten gedeihen.

Was sind Sukkulenten?

Es sind Pflanzen, die Wasser in ihren Blättern, Stängeln oder Wurzeln speichern. Sie kommen aus trockenen oder halbtrockenen Gebieten, wo Wasser knapp und Sonne im Überfluss vorhanden ist. Kakteen sind eine Art Sukkulente, aber nicht alle Sukkulenten sind Kakteen.

Beliebte Sukkulenten: Echeveria, Sedum, Haworthia, Aloe, Crassula, Sempervivum.

Beliebte Kakteen: Cereus, Mammillaria, Opuntia, Ferocactus, Gymnocalycium.

Die Goldene Regel: die „Einweich-und-Trocken"-Methode

Vergiss häufiges Gießen. Die richtige Technik ist:

  1. Gründliches Gießen — reichlich gießen, bis das Wasser durch die Drainagelöcher austritt
  2. Vollständiges Trocknen — erst wieder gießen, wenn die Erde vollständig trocken ist (Finger 2–3 cm einstecken; wenn es trocken ist, ist es Zeit zu gießen)

Im Sommer kann das alle 7–10 Tage sein. Im Winter alle 3–4 Wochen oder sogar seltener.

Die Haupttodesursache bei Sukkulenten ist übermäßiges Gießen. Ein Guss zu viel kann die Wurzeln in wenigen Tagen faulen lassen.

Licht: wie viel ist genug?

Sukkulenten brauchen viel Licht. Aber es gibt Nuancen:

TypLichtbedarf
KakteenDirekte Sonne 6+ Stunden
Echeveria, SedumDirekte Sonne 4–6 Stunden
Haworthia, GasteriaHelles indirektes Licht
Aloe veraHelles Licht, Sonne toleriert

Drinnen: Stelle sie ans hellste Fenster. Wenn sie nicht genug Licht haben, beginnen sie sich in Richtung Licht zu „strecken" (Etiolierung).

Draußen: Im Sommer gewöhne sie schrittweise an direkte Sonne, um Verbrennungen zu vermeiden.

Erde und Töpfe: Drainage ist alles

Die Erde für Sukkulenten muss sehr gut drainieren. Normale Gartenerde hält zu viel Feuchtigkeit.

Ideale Mischung:

  • 50 % Kakteenerde oder Sukkulentenerde (in jedem Gartencenter erhältlich)
  • 50 % Perlite oder feiner Kies

Topf: Verwende immer Töpfe mit Drainageloch. Tonerde-Töpfe sind ideal, weil sie überschüssige Feuchtigkeit absorbieren.

Temperatur und Jahreszeiten

Sukkulenten folgen saisonalen Zyklen:

  • Frühjahr-Sommer: Aktives Wachstum. Mehr Gießen, leichtes Düngen möglich.
  • Herbst-Winter: Ruhezeit. Weniger Gießen, kein Dünger. Viele Sukkulenten brauchen diese Ruhe, um im Frühling zu blühen.

Die meisten vertragen bis zu 5–10 °C, aber keinen Frost. Wenn du Sukkulenten draußen hast, bring sie rein, wenn die Temperatur unter 5 °C fällt.

Die häufigsten Probleme

Gelbe und weiche Blätter

Ursache: Übermäßiges Gießen. Reduziere die Häufigkeit und stelle sicher, dass die Erde gut drainiert.

Runzlige und trockene Blätter

Ursache: Wassermangel. Gieße mit der Einweichmethode und warte auf Erholung.

Verlängerte und blasse Pflanze (Etiolierung)

Ursache: Lichtmangel. Stelle sie an einen helleren Ort.

Braune und trockene Flecken

Ursache: Sonnenbrand. Wenn du sie plötzlich direkter Sonne ausgesetzt hast, gewöhne sie schrittweise daran.

Sukkulenten vermehren: kostenlos multiplizieren

Eines der befriedigendsten Dinge bei Sukkulenten ist, dass sie sich leicht vermehren lassen:

  1. Durch Blatt: Trenne ein gesundes Blatt, lass es 2–3 Tage trocknen und lege es auf feuchte Erde. In einigen Wochen siehst du, wie Wurzeln und kleine Pflänzchen wachsen.
  2. Durch Steckling: Schneide den Stängel, lass ihn trocknen und pflanze ihn ein. Schneller als die Blattvermehrung.
  3. Durch Ableger: Viele Sukkulenten produzieren Tochterpflanzen, die du trennen und einzeln einpflanzen kannst.

Mit Geduld und dieser grundlegenden Pflege werden deine Sukkulenten nicht nur überleben — sie werden zu deiner Lieblingssammlung.


Was du brauchst: